Handelssysteme
Seit sich die Menschen mit Spekulationsgeschäften an den Börsen oder auch Währungsmärkten befassen, gibt es auch den Wunsch, dem Marktverlauf bestmöglich folgen zu können. Waren die Märkte zu Beginn der 70er Jahre noch vergleichsweise ruhig und folgten übergeordneten und längerfristigen Trends, so wurde bereits Anfang der 80er Jahre ersichtlich, dass mit den herkömmlichen Anlagestrategien per Saldo immer weniger verdient werden konnte. Zu dieser Zeit kamen dann erste mechanische Handelssysteme zum Einsatz.
Unter einem mechanischen Handelsystem versteht man ein computerbasierendes Handelsprogramm, welches in Abhängigkeit von der aktuellen Marktentwicklung eine Prognose für die zukünftige Entwicklung eines Wertpapierkurses abgibt. Die Ein- und Ausstiegssignale werden dabei manuell gehandelt, d.h. der Spekulant erteilt auf ihrer Grundlage seine Orders. Eine Weiterentwicklung ist das halb- bzw. vollautomatische Handelssystem, welches eigenständig kauft und verkauft. Wenngleich ein Handelssystem nicht unfehlbar ist, so kann es aber gelingen, am Marktgeschehen profitabler als andere Anleger teilzuhaben. Jedoch sind Verluste jederzeit möglich, da auch ein noch so gut programmiertes Handelssystem letztlich nicht in die Zukunft blicken sondern lediglich eine errechnete Wahrscheinlichkeit wiedergeben kann.